Foto: Polizei bei Anti-G20-Protest in Hamburg (über dts Nachrichtenagentur)

Münster (dts Nachrichtenagentur) - Im vergangenen Jahr hat die Polizei 75 Mal auf Menschen geschossen. 14 Personen wurden durch Polizeikugeln getötet, 39 verletzt, wie die Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Freitagausgaben) unter Berufung

auf die aktuelle Statistik der Deutschen Hochschule der Polizei in Münster berichten. Die Zahlen steigen dem Bericht zufolge seit Jahren leicht an. 2016 hatte es elf Todesopfer und 28 Verletzte gegeben, 2015 zehn Tote und 22 Verletzte. Der häufigste Grund für den Griff zur Waffe ist bei den fast 300.000 Polizisten Notwehr oder Nothilfe. Sechs Mal schossen Beamte, um ein Verbrechen und neun Mal um einen Fluchtversuch zu vereiteln.

61 Mal gaben Polizisten Warnschüsse ab. In zehn Fällen wurde ein Schuss unabsichtlich ausgelöst, zwei Mal haben Beamte versucht, sich mit der Waffe selbst zu töten. Ein Fall von Schusswaffengebrauch ist noch ungeklärt.

Vor allem schießen Polizisten aber, um gefährliche, kranke oder verletzte Tiere zu töten. 13.400 Fälle dieser Art wurden vergangenes Jahr in Deutschland registriert. Auch diese Zahlen sind gegenüber 2016 gestiegen.