Foto: Bundeskriminalamt (über dts Nachrichtenagentur)

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Der Präsident des Bundeskriminalamtes, Holger Münch, sieht keinen Kontrollverlust der Polizei im Fall des Terroristen Anis Amri, der Randale beim G20-Gipfel und beim Migranten-Aufstand im Asylbewerberheim in Ellwangen.

"Die geschilderten Fälle haben in den Köpfen der Menschen fatale Bilder hinterlassen. Aber diese Fälle zeigen auch, dass der Rechtsstaat nicht zurückweicht, sondern sich durchsetzt und aus Fehlern lernt", sagte Münch der "Bild" (Donnerstagsausgabe).

Man habe nach dem Fall Amri die Koordination im Gemeinsamen Terrorismus Abwehrzentrum verbessert und neue Instrumente eingeführt. "Wir konnten im vergangenen Jahr drei Anschläge vereiteln", so Münch. "Nach dem G20-Gipfel wertet die Polizei in Hamburg alle Materialien aus und fahndet inzwischen auch international nach den Tätern. In Ellwangen haben wir uns ebenfalls durchgesetzt."