Foto: "Loveparade" 2010 in Duisburg (über dts Nachrichtenagentur)

Duisburg (dts Nachrichtenagentur) - Julius Reiter, Opferanwalt im Loveparade-Verfahren, hat schwere Vorwürfe gegen den früheren Innenminister von NRW, Ralf Jäger (SPD), erhoben. Jäger habe durch sein Verhalten bei der Loveparade-Katastrophe verhindert,

dass die richtigen Lehren aus dem Unglück gezogen wurden, sagte Reiter der "Rheinischen Post" (Montagsausgabe). Der früher NRW-Innenminister habe sich sofort schützend vor die Polizei gestellt.

"Ich war später Sachverständiger im Parlamentarischen Untersuchungsausschuss zur Kölner Silvesternacht. Hier hatten sich teilweise die Organisationsfehler und Versäumnisse von der Loveparade wiederholt: mangelhafte Kommunikation, zu wenig einsatzbereite Polizisten, allgemeine Überforderung und fehlende Handlungsstrategie", so Reiter. Es habe keinen Plan B für den Fall gegeben, dass etwas passiert.

"Hätte man aus der Loveparade gelernt, hätte die Kölner Silvesternacht so nicht stattgefunden."