Foto: Polizei (über dts Nachrichtenagentur)

Bremen (dts Nachrichtenagentur) - Bremens Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) hat sich vor der Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Leipzig zuversichtlich gezeigt, die Deutsche Fußball-Liga (DFL) künftig an den Polizeikosten für sogenannte Hochrisikospiele

mit mehr als 500 eingesetzten Polizisten beteiligen zu können. "Wir sind verhalten optimistisch", sagte Mäurer den Zeitungen des "Redaktionsnetzwerks Deutschland" (Freitagsausgaben). Er glaube, dass die "Deutsche Fußball-Liga ein Problem bekommen wird. Denn wir haben ja inzwischen dank unserer Arbeit eine breite Unterstützung in der Bevölkerung. Alle Umfragen der jüngeren Vergangenheit besagen, dass 90 Prozent der Menschen der Meinung sind, dass sich die DFL an den Kosten beteiligen muss", so Bremens Innensenator weiter. Dieser Prozess sei auch nicht mehr aufzuhalten.

"Andere Länder werden nachziehen", sagte der SPD-Politiker. Mäurer verwies auf die hohen im Profifußball erwirtschafteten Summen: "Wir haben im Fußball eine Profiliga, die allein im letzten Jahr 4,4 Milliarden Euro Umsatz generiert hat. Gleichzeitig haben wir Polizeikosten des Bundes und der Länder von zirka 150 Millionen Euro. Dass die DFL davon einen Teil trägt und nicht alles dem Steuerzahler aufdrückt, das ist das, was ich erreichen will." Bremens Innensenator schlug eine bundesweite Fonds-Lösung vor. "In diesen Fonds müsste die DFL nach unseren Vorstellungen eine feste Summe zwischen 20 und 30 Millionen Euro einzahlen, aus denen dann die Mehrkosten der Polizei bei Hochrisikospielen zumindest teilweise erstattet würden", sagte Mäurer den Zeitungen des "Redaktionsnetzwerks Deutschland".