Tabellenführer reist zu heimstarken Frankfurterinnen

Wolfsburg (WB/VfL Wolfsburg) - Nach dem Einzug ins DFB-Pokalfinale steht für die Wölfinnen der 17. Spieltag in der Allianz Frauen-Bundesliga auf dem Programm. Am Sonntag, 23. April, gastiert die Elf von Cheftrainer Ralf Kellermann beim 1. FFC Frankfurt (Anpfiff 14.30 Uhr im Stadion am Brentanobad). Die Partie gegen den viermaligen Champions-League-Sieger wird live auf Sport 1 und DFB-TV übertragen.
Neun Bundesliga-Siege in Serie

„Wir fahren dorthin, um zu gewinnen und unsere Tabellensituation zu verteidigen. Wir wissen um die Schwere der Aufgabe. Frankfurt gehört zwar dieses Jahr nicht zu den Titelkandidaten, ist aber zu Hause ungeschlagen“, sagt Ralf Kellermann vor der Begegnung, zu der seine Mannschaft „voller Selbstvertrauen“ fährt. Stolze neun Bundesliga-Siege in Serie weisen die Wölfinnen auf und sind mit dieser Bilanz zurecht aktueller Tabellenführer. Diese gute Ausgangsposition wollen Anna Blässe, die im VfL-Dress bereits zum 21. Mal gegen die Frankfurterinnen antritt, und ihre Mannschaftskolleginnen weiter verbessern. Seit Beginn der Rückrunde ist es den Grün-Weißen gelungen, ihr „wahres Potenzial abzurufen“, so der Cheftrainer weiter, der betont, dass alle Spielerinnen – von der Nummer 1 bis zur Nummer 18 – in die gleiche Richtung ziehen. „Das ist ein ganz großes Plus. Wir haben Spielerinnen mit internationalem Top-Niveau, die Spiele entscheiden können, aber wir zeigen auch immer eine geschlossene Mannschaftsleistung“, so Kellermann. „Alle geben Vollgas und die Spielerinnen sind füreinander da.“ Getragen von diesem starken Mannschaftsgefühl wollen die Wölfinnen im letzten Drittel der Saison noch einmal richtig angreifen, obwohl sie mit den Auswärtsspielen in Frankfurt, Potsdam und Freiburg noch unbequeme Gegner vor der Brust haben. Doch auch auf fremden Terrain hier ist die Statistik nahezu lupenrein: Der VfL Wolfsburg ist mit sieben Siegen aus acht Partien die beste Auswärtsmannschaft der Liga. Lediglich am ersten Spieltag, beim 0:0 in Sand, blieben Punkte liegen.
Einige Personalsorgen

Für den Tabellenführer ist in diesen Tagen die Personallage schwierig. Isabel Kerschowski konnte nach ihrer Knieverletzung noch nicht mit der Mannschaft trainieren. „Wir hoffen, sie bis Sonntag fit zu bekommen“, so Kellermann, dem auch Nilla Fischer etwas Sorgen bereitet. Die Spielführerin war mit einer Rückenverletzung von der Nationalmannschaft zurückgekehrt, biss sich anschließend 120 Minuten im DFB-Pokal beim SC Freiburg durch und musste diese Woche wieder kürzer treten. Kellermann: „Ich bin optimistisch, dass es für sie reicht.“ Ein dickes Fragezeichen steht dagegen hinter dem Einsatz von Almuth Schult. Die Torfrau hat sich am Mittwoch beim Training einen Nerv im Rücken eingeklemmt. Sollte sie nicht auflaufen können, sieht Kellermann sein Team mit Keeperin Nummer zwei, Merle Frohms, gut aufgestellt.

Auch den 1. FFC Frankfurt plagen Personalsorgen. Der Tabellenvierte muss auf Stürmerin Mandy Islacker (Außenbandverletzung/Sprunggelenk) verzichten, die mit 17 Toren deutlich die Torschützenliste anführt.

Foto: VfL Wolfsburg