Foto: Krankenhaus (über dts Nachrichtenagentur)

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Um den Fachkräftemangel in der Pflege zu senken, fordert der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) eine bessere Ausstattung an Berufsschulen. "Bisher werden unsere Berufsschulen für Pflege sehr stiefmütterlich behandelt",

sagte die DBfK-Präsidentin Christel Bienstein den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Freitagsausgaben). Vor allem die Ausstattung der IT sei "nicht ausreichend".

Bienstein hofft, dass "im Zuge des Digitalpakts die Berufsschulen besser ausgestattet werden." Aber auch realitätsnahe Nachbildungen von Kranken- oder Pflegezimmern, sogenannte Skill-Labs, gebe es "viel zu wenige", so die DBfK-Präsidentin weiter. Neben der mangelnden Ausstattung herrsche auch ein Mangel an Lehrpersonal.

"Da Pflegelehrer ein Master-Studium erfolgreich abgeschlossen haben müssen, gibt es nicht genügend Studienplätze und der Mangel kann daher nicht rasch behoben werden", sagte Bienstein den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Zwar würden dank Ausnahmeregelungen etwa in Nordrhein-Westfalen auch Lehrer mit abgeschlossenem Bachelor-Abschluss unterrichten, allerdings nur vorübergehend für maximal zehn Jahre. "Damit sind wir nicht einverstanden", so die DBfK-Präsidentin weiter.