Foto: Computer-Nutzer (über dts Nachrichtenagentur)

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) erhält Unterstützung aus der SPD für seine Pläne für eine leichtere Aufklärung von Straftaten im Internet. "Bei schwersten Straftaten wie Kinderpornographie und Tötungsdelikten

ist die gesetzliche Verpflichtung zur Herausgabe eines Passwortes durchaus eine Option", sagte Burkhard Lischka, innenpolitischer Sprecher der SPD-Bundestagfraktion, dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland" (Samstagausgaben). Der SPD-Politiker reagiert damit auf einen Entwurf Seehofers für ein "IT-Sicherheitsgesetz 2.0".

Darin ist unter anderem vorgesehen, dass die Ermittlungsbehörden Verdächtige zwingen können, die Passwörter ihrer Accounts herauszugeben. Die Ermittler sollen so in deren Rolle schlüpfen können, um weitere Straftaten aufzudecken. Weigern sich die Betroffenen, kann nach den Seehofer-Plänen zur Erzwingung ein Ordnungsgeld oder sogar Beugehaft von bis zu sechs Monaten angeordnet werden.