Foto: Franziska Giffey (über dts Nachrichtenagentur)

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Der Vorstoß von Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) zum Ausbau der Jugendfreiwilligendienste trifft beim Koalitionspartner CDU/CSU auf Zustimmung. Es sei gut, dass jetzt Pläne zum Ausbau der Freiwilligendienste vorgelegt würden,

sagte die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Union, Nadine Schön, den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Dienstagausgaben). "Viele der Forderungen kann ich prinzipiell mittragen", so die CDU-Politikerin.

In Bezug auf die geplante Fahrtkostenregelung sehe sie allerdings den ländlichen Raum benachteiligt. Giffey hatte am Montag ein Konzept zum Ausbau der Freiwilligendienste vorgestellt. Sie fordert darin unter anderem höhere Zuschüsse des Bundes für das monatliche Taschengeld der Freiwilligen sowie einen einheitlichen Zuschuss für ÖPNV-Tickets von 25 Euro pro Monat.

Unionsfraktionsvize Schön mahnte nun Gespräche über die Einzelheiten des Konzepts an. "Es bedarf eines Gesamtkonzeptes, das mit allen Beteiligten abgestimmt sein muss." Zustimmung bekam Giffey auch von der FDP: "Die Freiwilligendienste finanziell zu stärken, ist ein wichtiger Schritt", sagte FDP-Fraktionsvize Katja Suding den Funke-Zeitungen.

"Darüber hinaus sollten weitere Anreize geschaffen werden." Würde der Freiwilligendienst etwa die Wartezeit für Studienplätze verkürzen, mache das den Dienst nicht nur attraktiver, sondern belohne das Engagement auch über die Dienstzeit hinaus. Die Grünen dagegen kritisierten unter anderem, dass das Taschengeld der Freiwilligen weiterhin auf Hartz-IV-Bezüge angerechnet werde: "Wichtig wäre, die Anrechnung des Taschengelds auf die Bedarfsgemeinschaft von Familien im SGB-II-Bezug zu beenden", so Dörner.