Foto: Jens Spahn (über dts Nachrichtenagentur)

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Statistiken über Todesfälle durch Diesel-Autos hält Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) für fragwüdig. "Das sind statistische Hochrechnungen. Dass Sie wirklich einen konkreten einzelnen Todesfall nur auf Diesel-Verkehr zurückführen können,

ist eine gewagte Behauptung", sagte er der "Bild". Weiter kritisierte der Kandidat um den CDU-Vorsitz das Fahrverbot auf der A 40 scharf: "Ich finde das nicht vernünftig. Denn es führt doch zu Ausweichverkehr. Und das führt zu mehr Ausstoß. Das finde ich eigentlich den größten Irrsinn", so Spahn. Er halte es für "das Unsozialste überhaupt", wenn man Pendlern nun sage, sie dürften mit ihren älteren Diesel-Autos nicht mehr in die Innenstädte fahren. Gleichzeitig forderte Spahn dazu auf, dass die Diskussion um Luftreinhaltung nicht zum Schaden der Autoindustrie führen dürfe: "Ich möchte nicht, dass wir den Motor unseres Wohlstands mit System in den Untergang reden", so der Gesundheitsminister.