Foto: Ungarisches Parlament (über dts Nachrichtenagentur)

New York (dts Nachrichtenagentur) - Nach dem Rückzug der Stiftung von US-Milliardär George Soros aus Ungarn hat der Jüdische Weltkongress (WJC) deutliche Kritik an der ungarischen Regierung geübt. "Die Entwicklung in Ungarn erfüllt mich mit Sorge",

sagte WJC-Präsident Ronald S. Lauder der "Bild" (Mittwochsausgabe). Zwar müsse man "nicht mit allem einverstanden sein, was das Open Society Institute und sein Gründer George Soros sagen oder tun", so Lauder, "aber jemanden, der so viel für die Förderung der Demokratie in Mittel- und Osteuropa nach dem Fall des Kommunismus getan hat wie George Soros, in seinem Heimatland so zu behandeln und seine Stiftung so vom Hof zu jagen, ist ein unwürdiger Vorgang."

Er könne sich nicht erklären, "warum Viktor Orban nicht gelassener reagieren konnte nach seinem deutlichen Wahlsieg vor ein paar Wochen", sagte Lauder.