Foto: Fahnen von EU und Großbritannien (über dts Nachrichtenagentur)

Brüssel (dts Nachrichtenagentur) - In Brüssel hat am Montagvormittag die zweite Runde der Verhandlungen über den Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union begonnen. Bis Donnerstag wollen die Delegationen erstmals über konkrete inhaltliche Fragen verhandeln.

Bei der ersten Verhandlungsrunde im Juni waren nur die Eckpunkte für die Brexit-Verhandlungen abgesteckt worden. In dieser Woche soll es unter anderem um die künftigen Rechte von EU-Bürgern gehen, die in Großbritannien wohnen. Auch über die finanziellen Verpflichtungen der Briten gegenüber der EU soll verhandelt werden. Erst wenn die Bedingungen für den EU-Austritt der Briten ausgehandelt wurden, will die EU die künftigen Beziehungen mit dem Vereinigten Königreich klären.

Diese zweite Phase der Verhandlungen soll nach derzeitigen Planungen spätestens im Dezember starten. Die Frist für das Aushandeln der Bedingungen für den Brexit läuft Ende März 2019 ab. Eine Verlängerung wäre nur mit der Zustimmung der übrigen EU-Staaten und der Londoner Regierung möglich.

Sollte bis dahin keine Einigung erzielt werden, könnte Großbritannien die EU auch ohne Abkommen verlassen.