Foto: Volkswagen AG

Anknüpfung an Vergütungssystem des Konzernvorstands
Konzerngedanke und gemeinsame Leistung stehen im Vordergrund
Stärkerer Fokus auf wirtschaftlicher Lage, Renditezielen und Aktienbezug
Wolfsburg (WB/Volkswagen Group News) - Der Volkswagen Konzern hat das Vergütungssystem für das Top-Management überarbeitet. Die neue Regelung knüpft an das System der Vorstandsvergütung an, stärkt den Konzerngedanken und fördert die Zusammenarbeit zwischen Marken, Regionen und Ländern.

Darüber hinaus werden die Renditeziele des Unternehmens berücksichtigt und ein stärkerer Aktienbezug hergestellt. Zu den wesentlichen Neuerungen zählt, dass Teamleistung einen deutlich höheren Stellenwert bekommt sowie regelkonformes, integres Verhalten gestärkt werden. Denn das System bietet die Möglichkeit, individuelles Fehlverhalten bei der Festlegung der variablen Vergütung mindernd zu berücksichtigen. Das neue Vergütungssystem gilt ab dem Geschäftsjahr 2019.

Personalvorstand Gunnar Kilian sagt: „Das neue Vergütungssystem trägt dem Kulturwandel unseres Unternehmens Rechnung. Wir stellen damit die gemeinsame Leistung klar in den Vordergrund. Wir stärken nachhaltig Teamgeist und Konzerndenken, indem wir das Leitmotiv der TOGETHER-Strategie 2025 auch im Vergütungssystem für unser Management umsetzen und den Fokus auf stabile Rentabilität und robuste Entwicklung des Unternehmens legen. Konzern, Marken und Regionen ziehen dabei gemeinsam an einem Strang.“

So entfällt der Persönliche Leistungsbonus mit dem Ziel, den Teamgeist zu stärken und Individualinteressen zu reduzieren. Zugleich wird der Konzerngedanke gestärkt: Konzernziele definieren nahezu zwei Drittel der variablen Vergütung. Bisher macht der Erfolg des Gesamtunternehmens lediglich ein Drittel der variablen Zielvergütung aus.

Mit seiner neuen Systematik knüpft das Vergütungsmodell an das Vergütungssystem für den Konzernvorstand an: Mitgliedern des Top-Managements werden beim Langzeitbonus künftig über einen „Performance Share Plan“ (PSP) jährlich virtuelle Volkswagen Aktien zugeteilt. Erst nach drei Jahren erhalten sie eine Zahlung, die sich neben der Steigerung des Aktienkurses am Konzernergebnis („Earnings per Share“, EPS) festmacht. Dieser Aktienbezug in der variablen Vergütung gibt ein positives Signal an Investoren. Der Jahresbonus wiederum fokussiert auf Renditekennzahlen und orientiert sich je zur Hälfte an der Operativen Umsatzrendite (ROS) und der Kapitalrendite (ROI). Die anspruchsvollen Ziele werden aus der strategischen Planung abgeleitet, regelmäßig überprüft und, wenn nötig, durch Beschluss des Konzernvorstands und des Aufsichtsrats neu justiert.

Zudem atmet das neue Vergütungssystem stärker als bisher mit dem Unternehmenserfolg. Das bedeutet weiterhin Chancen auf attraktive Boni in wirtschaftlich erfolgreichen Jahren und unmittelbar niedrigere Boni in Krisenzeiten.

Darüber hinaus sieht das neue System vor, dass die variable Vergütung bei individuell verschuldetem Fehlverhalten in reduzierter Höhe festgesetzt werden oder sogar entfallen kann — mit dem Ziel, regelkonformes und integres Verhalten zu fördern. Werden schwerwiegende Verfehlungen erst nachträglich festgestellt, können bereits erfolgte Bonuszahlungen auch zurückgefordert werden.