Infografik Digitale Bildung / Stadt Wolfsburg

Sechste Wolfsburger Bildungskonferenz
Wolfsburg (WB/Stadt Wolfsburg) - Die zunehmende Digitalisierung aller Lebensbereiche führt zu einem tiefgreifenden Wandel des Alltags der Menschen. Auch die digitale Bildungsrevolution hat bereits begonnen und wird die Welt des Lernens radikal verändern.

Gleichzeitig stellt digitale Bildung den Schlüssel zu dieser Welt im Wandel dar und muss daher ein Bestandteil in allen Lebens- und Bildungsphasen sein. Die Stadt Wolfsburg möchte das Potential der Digitalisierung im Bereich Bildung nutzen und die digitale Bildung über den gesamten Lebenslauf im kommunalen Rahmen mit allen relevanten Akteuren aktiv gestalten. Auf der sechsten Wolfsburger Bildungskonferenz drehte sich daher alles um die digitale Bildung. Die Schwerpunkte waren entsprechend vielfältig. Neben der digitalen Transformation in allen Lebensbereichen, der virtuellen Welt von Kindern und Jugendlichen sowie den daraus resultierenden Chancen im Bereich der Aus- und Weiterbildung, wurde auch das forschende Lernen im Klassenzimmer der Zukunft diskutiert. Weiterhin waren Bereiche wie die künstliche Intelligenz, die gesellschaftliche Teilhabe durch digitale Medien sowie die werteorientierte Medienkompetenz Gegenstand der Vorträge.
Die vielfältigen Facetten des Themas konnten in Experimentallaboren erlebt werden. Mit den jeweiligen Experten konnte darüber hinaus über die Chancen und Herausforderungen für die Wolfsburger Bildungslandschaft diskutiert werden. Antje Bostelmann, Pädagogin, Autorin pädagogischer Sachbücher zum Thema Digitalisierung in der frühen Kindheit, Gründerin und Geschäftsführerin der Klax-Gruppe, einem internationalen Bildungsträger von pädagogischen Einrichtungen, referierte über die Herausforderungen der Gegenwart und Zukunft in Bezug auf digitale Medien und deren pädagogisch bereichernden Einsatz in der frühkindlichen Bildung. Dr. Dorothee Müller, wissenschaftliche Mitarbeiterin der AG Angewandte Informatik an der Uni Wuppertal, berichtete über die Vermittlung von Medienkompetenz durch informatische Bildung - und deren Bedeutung in der Bewältigung des aktuellen Alltags und in der selbstbestimmten Teilnahme an der Gesellschaft. Prof. Dr. Petra Grimm, Leiterin des Instituts für digitale Ethik an der Hochschule der Medien in Stuttgart, nahm die Ethikfragen der digitalen Transformation ins Visier. Sie referierte über Big Data als gesellschaftliche Herausforderung und medien-ethische Kompetenz als Ziel von Medienbildung. Die VW Akademie, Kooperationspartner bei dieser Bildungskonferenz, präsentierte darüber hinaus die Beispiele des digitalen Wandels in ihrer Aus- und Weiterbildung.
Das besondere an der Wolfsburger Bildungskonferenz ist, dass nicht nur referiert und diskutiert wird, sondern man vieles auch selber ausprobieren kann – so auch in diesem Jahr: Spielen, virtuell schweißen, e-learning oder wie Kinder und Jugendliche programmieren lernen. Für jeden war etwas dabei. Iris Bothe, Dezernentin für Jugend, Bildung und Integration, unterstrich die hohe Bedeutung der Konferenz: „Ein Großteil der Akteure der Wolfsburger Bildungslandschaft war hier heute vor Ort. Neben der fachlichen Vertiefung aktueller Trends durch unterschiedliche Referenten, ist dies auch immer eine gute Möglichkeit sich untereinander besser kennen zu lernen und Netzwerke zu knüpfen. Auch vor dem Hintergrund, dass die non formale digitale Bildung entlang der Bildungsbiografie eine gesamtstädtische Aufgabe ist, sehe ich hierin einen weiteren Mehrwert.“