phaeno Geschäftsführer Michel Junge stellt dem Fraktionsvorsitzenden der CDU im Niedersächsischen Landtag, Björn Thümler ein Exponat auf dem sich die Strömungsverhältnisse nachvollziehen lassen vor. / Foto: resch

Wolfsburg (WB/resch) - Im Rahmen seiner Sommertour war gestern am Mittwoch, 31. Mai 2017 der Fraktionsvorsitzende der CDU im Niedersächsischen Landtag, Björn Thümler, in Wolfsburg zu Gast. Gemeinsam mit Vertretern der Wolfsburger CDU stattete der Politiker dem phaeno einen Besuch ab und wurde vom Geschäftsführer Michel Junge durch die Ausstellung begleitet.

Thümler nutzte die Möglichkeit, das weit über Wolfsburgs und Deutschlands Grenzen hinaus bekannte Architekturprojekt kennenzulernen. Junge stellte den Gästen das innovative Projekt phaeno mit all seinen vielfältigen Facetten vor, gab Informationen über Kooperationprojekte und die Zusammenarbeit mit anderen Einrichtungen. Ganz besonders das sehr enge Teamwork mit der Autostadt lobte der phaeno-Chef, verwies aber gleichzeitig darauf, dass mit sehr unterschiedlichen Partnern zusammen gearbeitet werde und diese gemeinsame Arbeit immer für beide Seiten gewinnbringend und ausgesprochen positiv sei. So wird zum Beispiel mit dem Universum in Bremen eine Ausstellung vorbereitet, die dann in beiden Science Centern zu sehen sein wird. In Zusammenarbeit mit Hochschulen und deren Studenten laufen derzeit Umfragen zu den Beweggründen für einen phaeno-Besuch. Solche Aktionen könnte das phaeno von sich aus nie stemmen, klärt Junge auf und ist sehr froh darüber, dass dieses Miteinander viele Möglichkeiten bietet.

Doch auch ganz „bodenständige“ Themen, wie die Gebäudetechnik des Hauses waren Thema. Junge erklärte dem Politiker, dass ein so komplexes Gebäude natürlich auch Schwachstellen habe. Die sind bekannt und es wurde in der Vergangenheit ausgiebig darüber diskutiert. Letztlich sei es aber wie in einem Eigenheim, nach einer gewissen Zeit stehen eben Reparaturarbeiten oder auch Erneuerungen an. Doch man wartet ja im eigenen Häuschen auch und schaut sich erst einmal gründlich um, bevor man z. B. die Heizungsanlage auswechseln lässt. Sicher sprechen wir im Falle phaeno von anderen Dimensionen, doch im Grundsatz gilt auch hier: Es wird getan, was sinnvoll, notwendig und mit dem vorhandenen Budget machbar ist.

Das Haus hat jährlich im Schnitt 250 000 Besucher, von denen 90% aus anderen Regionen anreisen. Nun könnte man ja versucht sein, den Wolfsburgern zu unterstellen, sie selbst nutzen „IHR“ phaeno zu wenig, doch das ist ein Trugschluss, der sich klärt, wenn man die Relationen von auswärtigen und einheimischen Besuchern mit betrachtet. An der Stelle gab es ein großes Lob Thümlers für die Leitung des Hauses. Um auch in Zukunft noch mehr Besucher ins phaeno zu bringen, erinnerte Thümler daran, dass der geplante Abschnitt der Autobahn 39, der die Lücke im Autobahnnetz zwischen Wolfsburg und Lüneburg schließen soll, ebenfalls der Erschließung weiteren Besucherpotentials aus dem Großraum Hamburg dienen wird.

Natürlich spielte auch das Thema Digitalisierung eine Rolle. Wolfsburg befindet sich im Bitcom Wettbewerb „Digitale Stadt“. Im Juni wird eine Jury entscheiden, welche der fünf Finalstädte – unter denen Wolfsburg ist – den Wettbewerb für sich entscheiden kann. phaeno-Chef Junge betont, dass er sich wünsche, das Wolfsburger Science Center könne in Zukunft eine Heimat für Start ups digitaler Prozesse werden. Mit dem Hinweis darauf, dass wir vor Ort über eine breite und solide Basis verfügen, die gilt es auszubauen und auch mit unkonventionellen Mitteln weiter zu entwickeln, beschloss er das Gespräch.

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