Wolfsburg (WB/Stadt Wolfsburg) - An den beiden Wochenenden am 8.-10. Juni und am 15.-17. Juni wird es in der Nordstadt wegen der Großveranstaltung "Internationale Sommerbühne" Verkehrsbehinderungen im Stadtteil Alt Wolfsburg/Nordstadt geben. Besucher müssen sich auf eingeschränkte Parkmöglichkeiten und Beschränkungen der Einfahrt zum Schloss Wolfsburg einstellen.

Wolfsburg (WB/Stadt Wolfsburg) - Der Schulausschuss tagt am Mittwoch, 6. Juni, um 16 Uhr in der NaturErkundungsSTation (NEST), Im Holze 40, 38444 Wolfsburg, Raum 1.

Impulsvortrag zum Thema Freiwilligenmanagement
Wolfsburg (WB/Stadt Wolfsburg) - Das Netzwerk Bürgerengagement bietet am Dienstag, 12. Juni, ab 17 Uhr einen Impulsvortag zum Thema "Freiwilligenmanagement – mit Strategie zu mehr Engagierten" an.

Wild abtanzen und Party machen - mit dem Carlama Orkestar / Foto: © Magnetic Music

Wolfsburg Events

Balkan Beat im Schlosshof
Wolfsburg (WB/Stadt Wolfsburg) - Bereits am ersten Festivalwochenende zündet die Internationale Sommerbühne kulturelle Wunderkerzen.

Foto: Polnisches Parlament in Warschau (über dts Nachrichtenagentur)

Politik

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Die Grünen haben die Europäische Kommission aufgefordert, die polnische Justizreform durch ein Schnellverfahren vor dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) zu stoppen. Das berichtet die "Welt" in ihrer Samstagausgabe.

Foto: Thomas de Maizière (über dts Nachrichtenagentur)

Politik

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - CDU-Politiker Thomas de Maizière kann seinem unfreiwilligen Abschied vom Amt des Bundesinnenministers inzwischen positive Seiten abgewinnen. "Ich denke, dass ich mehr gewonnen als verloren habe: Freiheit, Bewegungsraum, Zustimmung",

Foto: Jobcenter in Halle (über dts Nachrichtenagentur)

Politik

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - 1,05 Millionen und damit gut ein Drittel der knapp drei Millionen arbeitsuchenden Hartz-IV-Empfänger sind Ausländer. Das geht aus einer Antwort des Bundesarbeitsministeriums auf eine Anfrage der AfD-Bundestagsfraktion hervor,

Foto: Mercedes-Stern (über dts Nachrichtenagentur)

Wirtschaft

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) hat dem Daimler-Konzern angeblich ein Ordnungsgeld von 3,75 Milliarden Euro angedroht. Wie der "Spiegel" in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, äußerte Scheuer beim Treffen

Foto: Euromünze (über dts Nachrichtenagentur)

Wirtschaft

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Über ein Drittel der Deutschen fürchtet, dass es angesichts der Situation in Italien zu einer erneuten Eurokrise kommen wird. Das ergab eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Kantar Emnid für das Nachrichtenmagazin Focus

Foto: Fukushima (über dts Nachrichtenagentur)

Wirtschaft

New York (dts Nachrichtenagentur) - Die von dem Kernkraftunglück Fukushima betroffene Region in Japan will ihr Image wieder aufpolieren. Nach Angaben des dortigen Gouverneurs sind die Dekontaminierungsarbeiten zu 97 Prozent abgeschlossen.

Foto: Borussia-Dortmund-Spieler (über dts Nachrichtenagentur)

Sport

Dortmund (dts Nachrichtenagentur) - Lucien Favre freut sich auf seine zukünftige Rolle als BVB-Cheftrainer. "Ich freue mich riesig darauf, wieder nach Deutschland zurückzukehren und bin sehr dankbar, dass ich mit dem BVB einen der spannendsten Vereine Europas übernehmen darf",

Foto: Oliver Kahn (über dts Nachrichtenagentur)

Sport

Frankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) - Für den früheren Bundestrainer Jürgen Klinsmann war die 2006 getroffene Entscheidung gegen Oliver Kahn und für Jens Lehmann als Torhüter für die WM im eigenen Land nach eigenen Angaben die schwierigste seiner Karriere.

Foto: Manuel Neuer (Deutsche Nationalmannschaft) (Pressefoto Ulmer, über dts Nachrichtenagentur)

Sport

Eppan (dts Nachrichtenagentur) - Andreas Köpke, der Torwarttrainer der deutschen Nationalmannschaft, zeigt sich optimistisch, dass Torwart Manuel Neuer nach achtmonatiger Spielpause an der WM in Russland teilnehmen wird. Gleichzeitig knüpft Köpke die Rückkehr

Foto: Polizeistreife im Einsatz (über dts Nachrichtenagentur)

Vermischtes

Lünebach (dts Nachrichtenagentur) - Aus dem Lünebacher Eifelzoo in Rheinland-Pfalz sind am Freitag für den Menschen gefährliche Wildtiere ausgebrochen. Es soll sich um Löwen und Pumas handeln. Die Bevölkerung wurde aufgefordert,

Foto: Müll (über dts Nachrichtenagentur)

Vermischtes

Wiesbaden (dts Nachrichtenagentur) - Deutschland produziert 412 Millionen Tonnen Müll im Jahr. Das geht aus Zahlen des Statistischen Bundesamtes zum Abfallaufkommen hervor, die am Freitag veröffentlicht wurden. Sie beziehen sich allerdings auf das Jahr 2016,

Foto: Bundespolizei (über dts Nachrichtenagentur)

Vermischtes

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Die Bundespolizei hat seit dem Jahr 2007 insgesamt 873 Fälle von Scheinehen registriert, mit denen sich Ausländer den Aufenthalt in Deutschland erschleichen wollten. Das berichtet die "Bild" (Donnerstagsausgabe)

Die Infektionsdetektive

Von Hans-Martin Barthold

Seit einigen Jahren sind sie zum Schreckgespenst geworden. Zwar gab es Krankenhauskeime schon immer. Doch ihre Resistenz gegen nahezu alle bekannten Antibiotika ist eine neue Entwicklung. Das hat inzwischen bei Ärzten und Wissenschaftlern die höchste Alarmstufe ausgelöst.H 2 Immerhin führen Antibiotikaresistenzen allein in den Ländern der Europäischen Union jedes Jahr zu etwa 25.000 Todesfällen. Die dadurch entstehenden Kosten werden von Fachleuten auf nicht weniger als 1,5 Milliarden Euro geschätzt. Schwerer noch wiegt das Leid der Angehörigen, auch wenn es sich finanziellen Vergleichen entzieht. Ähnliches gilt für die längst ausgerottet geglaubten Geißeln der Menschheit wie etwa Tuberkulose, Kinderlähmung, Ebola oder Malaria. Sie kehren zurück – bisweilen bis nach Europa. Und neue Infektionskrankheiten wie AIDS, SARS oder MERS kommen hinzu. Weltweit geht schon jeder vierte krankheitsbedingte Todesfall auf das Konto einer Infektion. Die mit steigendem Lebensalter abnehmende Immunabwehr wird das Problem gerade in den westlichen Gesellschaften weiter verschärfen.

 

Mit der Entdeckung des Penicillins vor gut einem Jahrhundert sowie effektiver Impfstoffe hatte man wirkmächtige Mittel gegen diese heimtückischen Ansteckungskrankheiten gefunden. Für ewig und alle Zeiten, so glaubte man wenigstens. Wie die Antibiotikaresistenzen jedoch zeigen, war das ein Trugschluss. Die Pipelines für Antibiotika sind leer. Darüber hinaus scheinen auch die Möglichkeiten traditionell hergestellter Impfstoffe weitgehend ausgeschöpft. Kein Wunder, dass die Infektionsforschung deshalb nun einen ungeahnten Aufschwung erlebt, nachdem sie über Jahrzehnte nur noch ein Mauerblümchendasein fristete. Zu deren international renommierten Hotspots zählt das Braunschweiger Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI). 930 Mitarbeiter und 225 Gastwissenschaftler aus aller Welt sind auf der Suche nach den Grundlagen für neue Diagnoseverfahren, neue Wirkstoffe und neue Therapiemöglichkeiten. Zuvor müssen sie allerdings einige Fragen beantworten, die zugleich die Forschungsschwerpunkte des HZI markieren.

 

Das Verstehen kommt vor dem Entwickeln

 

Als erstes versuchen die Wissenschaftler des HZI, die Kenntnislücken zu schließen, wie Krankheitserreger krank machen und was bei einer Infektion genau passiert. Noch immer nicht endgültig geklärt ist auch die Frage, weshalb manche Menschen häufiger als andere an Infektionen erkranken, welche Rolle also die genetische Ausstattung spielt. H 3Weiterhin muss die Funktionsweise des menschlichen Immunsystems entschlüsselt werden. Noch sind viele Details offen, wie sich der Körper überhaupt gegen Krankheitserreger wehrt und eventuell präventiv davor zu schützen vermag. Anschließend kann dann die Suche nach Wirkstoffen beginnen, mit denen Infektionskrankheiten behandelt oder besser noch ihnen vorgebeugt werden kann. Zuletzt befassen sich die Wissenschaftler des HZI, in ihrer Mehrheit Biologen, Chemiker, dazu Mediziner und Pharmazeuten, mit der Aufgabe, wie aus Wirkstoffen Medikamente gewonnen werden können. Es ist denn auch diese ganzheitliche Perspektive, die die Arbeit im Braunschweiger Forschungszentrum für Wissenschaftler so interessant macht.

 

Organisatorisch gliedert sich das HZI in drei Bereiche: Bakterielle und virale Pathogene, Immunantwort und –intervention sowie Antiinfektiva. Außerhalb dieser themenorientierten Struktur steht die Serviceeinheit Wissenschaftsmanagement. Die Themenbereiche setzen sich aus Abteilungen, Arbeitsgruppen und Nachwuchsgruppen zusammen. Nur große Hochschulen besitzen in den Naturwissenschaften eine so hohe Professorendichte wie das HZI. Gemeinsam mit kooperierenden Universitäten beruft die Braunschweiger Geschäftsleitung W3-Professoren zu Abteilungs- und W2-Professoren zu Arbeitsgruppenleitern. Im Umkehrschluss bedeutet das, alle Abteilungs- und Arbeitsgruppenleiter sind auch in der akademischen Lehre tätig. Anders die Dinge in den Nachwuchsgruppen, den Helmholtz Young Investigator Groups. Für deren Leitung lädt das HZI leistungsstarke Jungwissenschaftler ein und fördert sie über fünf Jahre. Aber auch eine Finanzierung mit Drittmitteln ist möglich.

 

Aktionsmuster von Molekülen entschlüsseln

 

Wulf Blankenfeldt empfängt mich zu einem Gespräch. Der Chemiker leitet die Abteilung Struktur und Funktion der Proteine. H 4Zugleich besitzt er an der Technischen Universität Braunschweig eine Professur für Strukturbiologie der Proteine. Seine Arbeitsgruppe umfasst neben einem weiteren Wissenschaftler drei Postdocs, sieben Doktoranden und sechs Chemisch-Technische Assistenten. Weshalb er ans HZI gekommen und geblieben ist? „Die Forschungsthemen hier stehen alle in einem unmittelbaren Zusammenhang mit dem menschlichen Leben und Proteinstrukturen sind die Grundlagen allen Lebens“, lautet seine erste Antwort. Sie seien deshalb der Schlüssel zu neuen Angriffspunkten gegen Krankheitserreger. „Denn über sie“, erklärt Blankenfeldt, „treten die Krankheitserreger mit ihren Wirten in Kontakt genauso wie sie die Proteine für lebenswichtige Stoffwechselprozesse benötigen.“

 

Der Professor zeigt mir an seinem Bildschirm ein solches Protein, hoch aufgelöst, farbig und in 3D. Ich verstehe augenblicklich, weshalb er von seinem Fach, der Strukturbiologie, als einer beinahe haptischen Wissenschaft schwärmt. Gleichwohl gewinnen die Simulation, das Datenmanagement, die Berechnungen und das Modellieren am PC beständig an Bedeutung. Gleichzeitig schrumpft die Arbeit im Labor. Gar nicht selten ist das Verhältnis schon jetzt hälftig. „Die moderne Biologie ist inzwischen sehr kleinteilig geworden“, beschreibt Blankenfeldt. Doktoranden und Postdocs haben in seiner Arbeitsgruppe deshalb auch nur dann eine Chance, wenn ihr Ausbildungsprofil mikrobiologisch ausgerichtet ist. „Unser Forschungsobjekt sind Moleküle, nicht der Mensch, nicht einzelne Organe und auch nicht einzelne Zellen“, präzisiert der Wissenschaftler.

 

Individualisierte Medizin bedarf vieler Kooperationspartner

 

Sein und seiner Mitarbeiter Ziel sei das Verstehen, bringt Blankenfeldt das Wesen von Grundlagenforschung ohne Schnörkel auf den Punkt. H 5Das aber falle niemandem in den Schoß. Dafür brauche es viel Fleiß, Geduld und noch mehr Durchhaltevermögen. „Die Erkenntnishighlights im Leben eines Wissenschaftlers sind eher rar“, weiß er aus eigener Erfahrung. Für den Fortschritt in der Infektionsforschung aber eben unerlässlich! Forschung ist überall Teamarbeit, innerhalb des HZI genauso wie auf internationaler Bühne. Neben exzellenten naturwissenschaftlichen Kenntnissen avanciert Artikulationsfähigkeit in Deutsch und Englisch deshalb zu einer Kernkompetenz. Die Aufgabe der Mitarbeiter des HZI konzentriert sich auf das Entschlüsseln grundlegender Prinzipien von Infektion und Immunität. Die hier gewonnenen Erkenntnisse für die Anwendung am Menschen nutzbar zu machen, kooperiert das HZI mit verschiedenen Partnern.

 

Das Helmholtz-Institut für Pharmazeutische Forschung Saarland (HIPS) ist eine Außenstelle des HZI. Seine Aufgabe ist die Suche nach neuen Wirkstoffen und den sogenannten Wirkstoff-Transportern. Zur Untersuchung von Krankheitsprozessen auf atomarer Ebene mittels Synchrotron-Strahlung arbeitet man mit dem Zentrum für strukturelle Systembiologie (CSSB) in Hamburg zusammen. Partner für die Schnittstelle zwischen der eigenen Grundlagenforschung und der klinischen Entwicklung ist das an der Medizinischen Hochschule Hannover angesiedelte Zentrum für Experimentelle und Klinische Infektionsforschung (TWINCORE). Die Kooperation mit der Translationsallianz in Niedersachsen (TRAIN), in der sich mehrere niedersächsische Hochschulen und das Fraunhofer Institut für Toxikologie zusammengeschlossen haben, dient der Entwicklung neuer, auf die Erfordernisse einzelner Patienten bzw. Patientengruppen ausgerichtete Diagnose- und Therapieverfahren. Fachleute sprechen von einer individualisierten Medizin.

 

Promotionscampus mit internationaler Reputation

 

Wer wie das HZI Spitzenforschung betreibt, benötigt dazu natürlich die besten Nachwuchswissenschaftler. „Mit der Helmholtz International Graduate School for Infection Research (HZI Graduate School) bieten wir jungen Wissenschaftlern H 6ein attraktives Umfeld für eine Promotion in der Infektionsforschung“, ist deren Leiterin Sabine Kirchhoff überzeugt. Und tatsächlich können nur wenige andere Institutionen so exzellente Arbeitsbedingungen anbieten wie das Helmholtz-Zentrum in Braunschweig. Mehr als 60 Wissenschaftler teilen sich die Verantwortung für die Ausbildung der Promovenden, die allesamt als vollwertiges Mitglied in die Forschungsprojekte der Abteilungen oder Arbeitsgruppen eingebunden sind. Durch die verpflichtende Teilnahme an ausgesuchten Vorlesungen, Seminaren, Laborübungen, einer jährlichen Summerschool, Teilnahme an Konferenzen und Symposien sowie dem fachlichen Austausch der Doktoranden untereinander versucht die HZI Graduate School deren wissenschaftlichen Weitblick zu erweitern. In dieser Dichte können das nicht einmal die Graduiertenkollegs der Universitäten bieten.

 

Zwischen 30 bis 50 Doktorandenstellen werden jedes Jahr weltweit ausgeschrieben. Mit 400 bis 500 Bewerbungen, viele davon aus China und Indien, kann sich das Echo durchaus sehen lassen. Gesucht sind vor allem Biologen und Chemiker. Mit Blick auf den modularen Aufbau der HZI Graduate School ist ein Einstieg jederzeit möglich. Etwa zwei von fünf der insgesamt 180 Doktoranden kommen aus dem Ausland. Arbeitssprache ist Englisch. Neben einem guten Masterabschluss und der gewünschten fachlichen Orientierung wiegen vor allem Laborerfahrungen schwer. Im Normalfall soll die Promotionszeit drei Jahre nicht überschreiten. Die komplexen Fragestellungen sorgen freilich dafür, dass die Dissertation gar nicht selten erst im vierten Jahr fertig gestellt werden kann. Da das HZI selbst nicht über das Promotionsrecht verfügt, arbeitet die Graduate School eng mit den benachbarten Hochschulen in Braunschweig, Hannover, Göttingen und Magdeburg zusammen.

 

Ausbildung auf höchstem Standard

 

Auch wenn das Herz des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung wissenschaftlich schlägt, arbeiten hier doch nicht nur Akademiker. Zur Bereitstellung der notwendigen Infrastruktur sind auch Praktiker unerlässlich. So bildet H 7das HZI Biologie- und Chemielaboranten, Tierpfleger der Fachrichtung Forschung und Klinik, Kaufleute für Büromanagement, Fachinformatiker der Fachrichtung Systemintegration sowie Fachangestellte für Medien- und Informationsdienste mit der Fachrichtung Bibliothek aus. Ohne sie ginge nichts. Sie haben großen Anteil am Erfolg des Forschungszentrums. Und dessen Währung ist die Anmeldung von Patenten. 2014 waren es immerhin 26. Zwar ist Biologielaborant gleich Biologielaborant, egal wie der Ausbildungsbetrieb heißt. Und doch unterscheidet sich die Effizienzstruktur der Ausbildung im HZI von der eines Industriebetriebes. „Bei uns steht die breite fachliche Handlungsorientierung vor der Gewinnmaximierung“, formuliert es der Berufspädagoge und hauptamtliche Ausbildungskoordinator Detlef Hanisch.

 

Die Qualitätssicherung beginnt bereits bei der Bewerberauswahl. Vorausgesetzt werden der mittlere Bildungsabschluss oder das Abitur und gute Noten in den mit dem jeweiligen Wunschberuf korrelierenden Schulfächern. Nur für die Biologie- und Chemielaboranten folgt ein Eignungstest, der auf logisches Denken, Konzentration, Geschicklichkeit und das sichere Beherrschen der Grundrechenarten abstellt. Überzeugen das Ergebnis, bei den übrigen Berufen die Bewerbungsunterlagen, wird zum Vorstellungsgespräch eingeladen. Da entscheidet die Personality. Was die Azubis dann erwartet, ist vom Feinsten. Das Ausbildungslabor verfügt über modernste Apparaturen. „Auf die Grundausbildung in der Analytik, der instrumentellen Analytik und der präparativen Chemie legen wir sehr viel Wert“, betont der Ausbildungskoordinator. In Mathematik und Englisch erteilt man darüber hinaus Zusatzunterricht. „Wir sind ein Wissenschaftsunternehmen“, erklärt Hanisch. „Das Arbeiten bei uns erfordert ein breites naturwissenschaftliches Grundverständnis.“

 

Angebote schon für Schüler

 

Nach eineinhalb Jahren und der erfolgreichen Abschlussprüfung Teil 1 verlassen die Laborantenazubis das Ausbildungslabor. Für die nächsten zwei Jahre wechseln sie in dieH 8 Fachabteilungen, alle drei Monate in eine neue. Auf die Biologielaboranten warten aber zuvor 22 Wochen im Maushaus. Dort müssen sie den Umgang mit Versuchstieren lernen, was einigen schwer fällt. Eine Übernahme nach Ende der Ausbildung kann derzeit nur für ein Jahr erfolgen. Dann heißt es, Abschied nehmen. „Bisher ist keiner unserer Auszubildenden arbeitslos geblieben“, erzählt Detlef Hanisch stolz, „dazu sind sie einfach zu gut.“ Hochwertig sind auch die Praktika für Studierende, das Freiwillige Wissenschaftliche Jahr sowie das Schülerlabor BioS. BioS bietet Schülern der Jahrgangsstufen 10 bis 13 die Möglichkeit, durch eigenes Experimentieren grundlegende biotechnologische Methoden kennenzulernen – und vielleicht später als Studienpraktikant oder gar als Doktorand wiederzukommen.

 

Unternehmenssteckbrief

(Stand: 01.04.2016)

Firmengeschichte: Vorgängereinrichtung des HZI war das 1965 gegründete Institut für Molekulare Biologie, Biochemie und Biophysik (IMB), das 1968 zunächst in die Gesellschaft für Molekularbiologische Forschung mbH (GMBF) und 1976 in die Gesellschaft für Biotechnologische Forschung mbH (GBF) überführt wurde. 2006 trat die GBF der Helmholtz-Gemeinschaft bei und wurde in Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI) umbenannt.

Sitz der Unternehmenszentrale: Inhoffenstraße 7, 38124 Braunschweig.

Mitarbeiter: 920. Davon sind u.a.:

  • 44 Wissenschaftler mit W2/W3-Professuren in- und außerhalb des HZI
  • 197 Wissenschaftler
  • 177 Doktoranden
  • 41 wissenschaftliche Hilfskräfte
  • 192 Technische Assistenten, Ingenieure, IT- und Laborfachkräfte
  • 46 Auszubildende
  • 123 Mitarbeiter in Management und Verwaltung

Darüber hinaus arbeiten derzeit 225 Gastwissenschaftler im HZI.

Forschungsbudget (ohne Drittmittel): 53 Millionen Euro.

Ausbildungsmöglichkeiten:

  • Biologielaborant/-in (2 Ausbildungsplätze/Jahr)
  • Chemielaborant/-in (4 Ausbildungsplätze/Jahr)
  • Fachangestellte/r für Medien- und Informationsdienste, Fachrichtung Bibliothek (z.Zt. keine Ausbildung)
  • Fachinformatiker/-in für Systemintegration (2 Ausbildungsplätze/Jahr)
  • Kaufmann/-frau für Büromanagement (2 Ausbildungsplätze/Jahr)
  • Tierpfleger/-in, Fachrichtung Forschung und Klinik (2 Ausbildungsplätze/Jahr)

Duales Studium (geplant): Bio- und Umwelttechnik (B.Eng.) an der Ostfalia Hochschule für Angewandte Wissenschaften, Standort Wolfenbüttel in Kombination mit der Ausbildung zum Chemielaboranten.

Schülerpraktika: nein.

Praktika für Studierende: ja.

Freiwilligendienste: Freiwilliges Wissenschaftliches Jahr.

Bewerbungen/Kontaktmöglichkeiten:

Internet: www.helmholtz-hzi.de

Trotz sorgfältiger inhaltlicher Kontrolle übernehmen wir keine Haftung für die Inhalte externer Links. Für den Inhalt der verlinkten Seiten sind ausschließlich deren Betreiber verantwortlich.

Fotos: Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI) Braunschweig

Die Infektionsdetektive

Von Hans-Martin Barthold

Seit einigen Jahren sind sie zum Schreckgespenst geworden. Zwar gab es Krankenhauskeime schon immer. Doch ihre Resistenz gegen nahezu alle bekannten Antibiotika ist eine neue Entwicklung. Das hat inzwischen bei Ärzten und Wissenschaftlern die höchste Alarmstufe ausgelöst.H 2 Immerhin führen Antibiotikaresistenzen allein in den Ländern der Europäischen Union jedes Jahr zu etwa 25.000 Todesfällen. Die dadurch entstehenden Kosten werden von Fachleuten auf nicht weniger als 1,5 Milliarden Euro geschätzt. Schwerer noch wiegt das Leid der Angehörigen, auch wenn es sich finanziellen Vergleichen entzieht. Ähnliches gilt für die längst ausgerottet geglaubten Geißeln der Menschheit wie etwa Tuberkulose, Kinderlähmung, Ebola oder Malaria. Sie kehren zurück – bisweilen bis nach Europa. Und neue Infektionskrankheiten wie AIDS, SARS oder MERS kommen hinzu. Weltweit geht schon jeder vierte krankheitsbedingte Todesfall auf das Konto einer Infektion. Die mit steigendem Lebensalter abnehmende Immunabwehr wird das Problem gerade in den westlichen Gesellschaften weiter verschärfen.

 

Mit der Entdeckung des Penicillins vor gut einem Jahrhundert sowie effektiver Impfstoffe hatte man wirkmächtige Mittel gegen diese heimtückischen Ansteckungskrankheiten gefunden. Für ewig und alle Zeiten, so glaubte man wenigstens. Wie die Antibiotikaresistenzen jedoch zeigen, war das ein Trugschluss. Die Pipelines für Antibiotika sind leer. Darüber hinaus scheinen auch die Möglichkeiten traditionell hergestellter Impfstoffe weitgehend ausgeschöpft. Kein Wunder, dass die Infektionsforschung deshalb nun einen ungeahnten Aufschwung erlebt, nachdem sie über Jahrzehnte nur noch ein Mauerblümchendasein fristete. Zu deren international renommierten Hotspots zählt das Braunschweiger Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI). 930 Mitarbeiter und 225 Gastwissenschaftler aus aller Welt sind auf der Suche nach den Grundlagen für neue Diagnoseverfahren, neue Wirkstoffe und neue Therapiemöglichkeiten. Zuvor müssen sie allerdings einige Fragen beantworten, die zugleich die Forschungsschwerpunkte des HZI markieren.

 

Das Verstehen kommt vor dem Entwickeln

 

Als erstes versuchen die Wissenschaftler des HZI, die Kenntnislücken zu schließen, wie Krankheitserreger krank machen und was bei einer Infektion genau passiert. Noch immer nicht endgültig geklärt ist auch die Frage, weshalb manche Menschen häufiger als andere an Infektionen erkranken, welche Rolle also die genetische Ausstattung spielt. H 3Weiterhin muss die Funktionsweise des menschlichen Immunsystems entschlüsselt werden. Noch sind viele Details offen, wie sich der Körper überhaupt gegen Krankheitserreger wehrt und eventuell präventiv davor zu schützen vermag. Anschließend kann dann die Suche nach Wirkstoffen beginnen, mit denen Infektionskrankheiten behandelt oder besser noch ihnen vorgebeugt werden kann. Zuletzt befassen sich die Wissenschaftler des HZI, in ihrer Mehrheit Biologen, Chemiker, dazu Mediziner und Pharmazeuten, mit der Aufgabe, wie aus Wirkstoffen Medikamente gewonnen werden können. Es ist denn auch diese ganzheitliche Perspektive, die die Arbeit im Braunschweiger Forschungszentrum für Wissenschaftler so interessant macht.

 

Organisatorisch gliedert sich das HZI in drei Bereiche: Bakterielle und virale Pathogene, Immunantwort und –intervention sowie Antiinfektiva. Außerhalb dieser themenorientierten Struktur steht die Serviceeinheit Wissenschaftsmanagement. Die Themenbereiche setzen sich aus Abteilungen, Arbeitsgruppen und Nachwuchsgruppen zusammen. Nur große Hochschulen besitzen in den Naturwissenschaften eine so hohe Professorendichte wie das HZI. Gemeinsam mit kooperierenden Universitäten beruft die Braunschweiger Geschäftsleitung W3-Professoren zu Abteilungs- und W2-Professoren zu Arbeitsgruppenleitern. Im Umkehrschluss bedeutet das, alle Abteilungs- und Arbeitsgruppenleiter sind auch in der akademischen Lehre tätig. Anders die Dinge in den Nachwuchsgruppen, den Helmholtz Young Investigator Groups. Für deren Leitung lädt das HZI leistungsstarke Jungwissenschaftler ein und fördert sie über fünf Jahre. Aber auch eine Finanzierung mit Drittmitteln ist möglich.

 

Aktionsmuster von Molekülen entschlüsseln

 

Wulf Blankenfeldt empfängt mich zu einem Gespräch. Der Chemiker leitet die Abteilung Struktur und Funktion der Proteine. H 4Zugleich besitzt er an der Technischen Universität Braunschweig eine Professur für Strukturbiologie der Proteine. Seine Arbeitsgruppe umfasst neben einem weiteren Wissenschaftler drei Postdocs, sieben Doktoranden und sechs Chemisch-Technische Assistenten. Weshalb er ans HZI gekommen und geblieben ist? „Die Forschungsthemen hier stehen alle in einem unmittelbaren Zusammenhang mit dem menschlichen Leben und Proteinstrukturen sind die Grundlagen allen Lebens“, lautet seine erste Antwort. Sie seien deshalb der Schlüssel zu neuen Angriffspunkten gegen Krankheitserreger. „Denn über sie“, erklärt Blankenfeldt, „treten die Krankheitserreger mit ihren Wirten in Kontakt genauso wie sie die Proteine für lebenswichtige Stoffwechselprozesse benötigen.“

 

Der Professor zeigt mir an seinem Bildschirm ein solches Protein, hoch aufgelöst, farbig und in 3D. Ich verstehe augenblicklich, weshalb er von seinem Fach, der Strukturbiologie, als einer beinahe haptischen Wissenschaft schwärmt. Gleichwohl gewinnen die Simulation, das Datenmanagement, die Berechnungen und das Modellieren am PC beständig an Bedeutung. Gleichzeitig schrumpft die Arbeit im Labor. Gar nicht selten ist das Verhältnis schon jetzt hälftig. „Die moderne Biologie ist inzwischen sehr kleinteilig geworden“, beschreibt Blankenfeldt. Doktoranden und Postdocs haben in seiner Arbeitsgruppe deshalb auch nur dann eine Chance, wenn ihr Ausbildungsprofil mikrobiologisch ausgerichtet ist. „Unser Forschungsobjekt sind Moleküle, nicht der Mensch, nicht einzelne Organe und auch nicht einzelne Zellen“, präzisiert der Wissenschaftler.

 

Individualisierte Medizin bedarf vieler Kooperationspartner

 

Sein und seiner Mitarbeiter Ziel sei das Verstehen, bringt Blankenfeldt das Wesen von Grundlagenforschung ohne Schnörkel auf den Punkt. H 5Das aber falle niemandem in den Schoß. Dafür brauche es viel Fleiß, Geduld und noch mehr Durchhaltevermögen. „Die Erkenntnishighlights im Leben eines Wissenschaftlers sind eher rar“, weiß er aus eigener Erfahrung. Für den Fortschritt in der Infektionsforschung aber eben unerlässlich! Forschung ist überall Teamarbeit, innerhalb des HZI genauso wie auf internationaler Bühne. Neben exzellenten naturwissenschaftlichen Kenntnissen avanciert Artikulationsfähigkeit in Deutsch und Englisch deshalb zu einer Kernkompetenz. Die Aufgabe der Mitarbeiter des HZI konzentriert sich auf das Entschlüsseln grundlegender Prinzipien von Infektion und Immunität. Die hier gewonnenen Erkenntnisse für die Anwendung am Menschen nutzbar zu machen, kooperiert das HZI mit verschiedenen Partnern.

 

Das Helmholtz-Institut für Pharmazeutische Forschung Saarland (HIPS) ist eine Außenstelle des HZI. Seine Aufgabe ist die Suche nach neuen Wirkstoffen und den sogenannten Wirkstoff-Transportern. Zur Untersuchung von Krankheitsprozessen auf atomarer Ebene mittels Synchrotron-Strahlung arbeitet man mit dem Zentrum für strukturelle Systembiologie (CSSB) in Hamburg zusammen. Partner für die Schnittstelle zwischen der eigenen Grundlagenforschung und der klinischen Entwicklung ist das an der Medizinischen Hochschule Hannover angesiedelte Zentrum für Experimentelle und Klinische Infektionsforschung (TWINCORE). Die Kooperation mit der Translationsallianz in Niedersachsen (TRAIN), in der sich mehrere niedersächsische Hochschulen und das Fraunhofer Institut für Toxikologie zusammengeschlossen haben, dient der Entwicklung neuer, auf die Erfordernisse einzelner Patienten bzw. Patientengruppen ausgerichtete Diagnose- und Therapieverfahren. Fachleute sprechen von einer individualisierten Medizin.

 

Promotionscampus mit internationaler Reputation

 

Wer wie das HZI Spitzenforschung betreibt, benötigt dazu natürlich die besten Nachwuchswissenschaftler. „Mit der Helmholtz International Graduate School for Infection Research (HZI Graduate School) bieten wir jungen Wissenschaftlern H 6ein attraktives Umfeld für eine Promotion in der Infektionsforschung“, ist deren Leiterin Sabine Kirchhoff überzeugt. Und tatsächlich können nur wenige andere Institutionen so exzellente Arbeitsbedingungen anbieten wie das Helmholtz-Zentrum in Braunschweig. Mehr als 60 Wissenschaftler teilen sich die Verantwortung für die Ausbildung der Promovenden, die allesamt als vollwertiges Mitglied in die Forschungsprojekte der Abteilungen oder Arbeitsgruppen eingebunden sind. Durch die verpflichtende Teilnahme an ausgesuchten Vorlesungen, Seminaren, Laborübungen, einer jährlichen Summerschool, Teilnahme an Konferenzen und Symposien sowie dem fachlichen Austausch der Doktoranden untereinander versucht die HZI Graduate School deren wissenschaftlichen Weitblick zu erweitern. In dieser Dichte können das nicht einmal die Graduiertenkollegs der Universitäten bieten.

 

Zwischen 30 bis 50 Doktorandenstellen werden jedes Jahr weltweit ausgeschrieben. Mit 400 bis 500 Bewerbungen, viele davon aus China und Indien, kann sich das Echo durchaus sehen lassen. Gesucht sind vor allem Biologen und Chemiker. Mit Blick auf den modularen Aufbau der HZI Graduate School ist ein Einstieg jederzeit möglich. Etwa zwei von fünf der insgesamt 180 Doktoranden kommen aus dem Ausland. Arbeitssprache ist Englisch. Neben einem guten Masterabschluss und der gewünschten fachlichen Orientierung wiegen vor allem Laborerfahrungen schwer. Im Normalfall soll die Promotionszeit drei Jahre nicht überschreiten. Die komplexen Fragestellungen sorgen freilich dafür, dass die Dissertation gar nicht selten erst im vierten Jahr fertig gestellt werden kann. Da das HZI selbst nicht über das Promotionsrecht verfügt, arbeitet die Graduate School eng mit den benachbarten Hochschulen in Braunschweig, Hannover, Göttingen und Magdeburg zusammen.

 

Ausbildung auf höchstem Standard

 

Auch wenn das Herz des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung wissenschaftlich schlägt, arbeiten hier doch nicht nur Akademiker. Zur Bereitstellung der notwendigen Infrastruktur sind auch Praktiker unerlässlich. So bildet H 7das HZI Biologie- und Chemielaboranten, Tierpfleger der Fachrichtung Forschung und Klinik, Kaufleute für Büromanagement, Fachinformatiker der Fachrichtung Systemintegration sowie Fachangestellte für Medien- und Informationsdienste mit der Fachrichtung Bibliothek aus. Ohne sie ginge nichts. Sie haben großen Anteil am Erfolg des Forschungszentrums. Und dessen Währung ist die Anmeldung von Patenten. 2014 waren es immerhin 26. Zwar ist Biologielaborant gleich Biologielaborant, egal wie der Ausbildungsbetrieb heißt. Und doch unterscheidet sich die Effizienzstruktur der Ausbildung im HZI von der eines Industriebetriebes. „Bei uns steht die breite fachliche Handlungsorientierung vor der Gewinnmaximierung“, formuliert es der Berufspädagoge und hauptamtliche Ausbildungskoordinator Detlef Hanisch.

 

Die Qualitätssicherung beginnt bereits bei der Bewerberauswahl. Vorausgesetzt werden der mittlere Bildungsabschluss oder das Abitur und gute Noten in den mit dem jeweiligen Wunschberuf korrelierenden Schulfächern. Nur für die Biologie- und Chemielaboranten folgt ein Eignungstest, der auf logisches Denken, Konzentration, Geschicklichkeit und das sichere Beherrschen der Grundrechenarten abstellt. Überzeugen das Ergebnis, bei den übrigen Berufen die Bewerbungsunterlagen, wird zum Vorstellungsgespräch eingeladen. Da entscheidet die Personality. Was die Azubis dann erwartet, ist vom Feinsten. Das Ausbildungslabor verfügt über modernste Apparaturen. „Auf die Grundausbildung in der Analytik, der instrumentellen Analytik und der präparativen Chemie legen wir sehr viel Wert“, betont der Ausbildungskoordinator. In Mathematik und Englisch erteilt man darüber hinaus Zusatzunterricht. „Wir sind ein Wissenschaftsunternehmen“, erklärt Hanisch. „Das Arbeiten bei uns erfordert ein breites naturwissenschaftliches Grundverständnis.“

 

Angebote schon für Schüler

 

Nach eineinhalb Jahren und der erfolgreichen Abschlussprüfung Teil 1 verlassen die Laborantenazubis das Ausbildungslabor. Für die nächsten zwei Jahre wechseln sie in dieH 8 Fachabteilungen, alle drei Monate in eine neue. Auf die Biologielaboranten warten aber zuvor 22 Wochen im Maushaus. Dort müssen sie den Umgang mit Versuchstieren lernen, was einigen schwer fällt. Eine Übernahme nach Ende der Ausbildung kann derzeit nur für ein Jahr erfolgen. Dann heißt es, Abschied nehmen. „Bisher ist keiner unserer Auszubildenden arbeitslos geblieben“, erzählt Detlef Hanisch stolz, „dazu sind sie einfach zu gut.“ Hochwertig sind auch die Praktika für Studierende, das Freiwillige Wissenschaftliche Jahr sowie das Schülerlabor BioS. BioS bietet Schülern der Jahrgangsstufen 10 bis 13 die Möglichkeit, durch eigenes Experimentieren grundlegende biotechnologische Methoden kennenzulernen – und vielleicht später als Studienpraktikant oder gar als Doktorand wiederzukommen.

 

Unternehmenssteckbrief

(Stand: 01.04.2016)

Firmengeschichte: Vorgängereinrichtung des HZI war das 1965 gegründete Institut für Molekulare Biologie, Biochemie und Biophysik (IMB), das 1968 zunächst in die Gesellschaft für Molekularbiologische Forschung mbH (GMBF) und 1976 in die Gesellschaft für Biotechnologische Forschung mbH (GBF) überführt wurde. 2006 trat die GBF der Helmholtz-Gemeinschaft bei und wurde in Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI) umbenannt.

Sitz der Unternehmenszentrale: Inhoffenstraße 7, 38124 Braunschweig.

Mitarbeiter: 920. Davon sind u.a.:

  • 44 Wissenschaftler mit W2/W3-Professuren in- und außerhalb des HZI
  • 197 Wissenschaftler
  • 177 Doktoranden
  • 41 wissenschaftliche Hilfskräfte
  • 192 Technische Assistenten, Ingenieure, IT- und Laborfachkräfte
  • 46 Auszubildende
  • 123 Mitarbeiter in Management und Verwaltung

Darüber hinaus arbeiten derzeit 225 Gastwissenschaftler im HZI.

Forschungsbudget (ohne Drittmittel): 53 Millionen Euro.

Ausbildungsmöglichkeiten:

  • Biologielaborant/-in (2 Ausbildungsplätze/Jahr)
  • Chemielaborant/-in (4 Ausbildungsplätze/Jahr)
  • Fachangestellte/r für Medien- und Informationsdienste, Fachrichtung Bibliothek (z.Zt. keine Ausbildung)
  • Fachinformatiker/-in für Systemintegration (2 Ausbildungsplätze/Jahr)
  • Kaufmann/-frau für Büromanagement (2 Ausbildungsplätze/Jahr)
  • Tierpfleger/-in, Fachrichtung Forschung und Klinik (2 Ausbildungsplätze/Jahr)

Duales Studium (geplant): Bio- und Umwelttechnik (B.Eng.) an der Ostfalia Hochschule für Angewandte Wissenschaften, Standort Wolfenbüttel in Kombination mit der Ausbildung zum Chemielaboranten.

Schülerpraktika: nein.

Praktika für Studierende: ja.

Freiwilligendienste: Freiwilliges Wissenschaftliches Jahr.

Bewerbungen/Kontaktmöglichkeiten:

  • Biotechnologisches Schülerlabor Braunschweig (BioS):
  • Ausbildung und duales Studium: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
  • Freiwilliges Wissenschaftliches Jahr: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
  • Praktika für Studierende: direkte Kontaktaufnahme zur Leitung der jeweiligen Arbeitsgruppe. Übersicht unter: http://www.helmholtz-hzi.de/de/organisation/organigramm/
  • Doktoranden (HZI Graduate School):

Internet: www.helmholtz-hzi.de

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Fotos: Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI) Braunschweig